Visitenkarten aus schwarzem Aluminium
- Kategorie
- Laser-Projekte
- Veröffentlicht
- 5 Juli 2024
- Von
- Jacob Lloyd — mit KI-Unterstützung geschrieben, im Nachhinein
- Lesezeit
- 3 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um dir eigene Metall-Visitenkarten mit einem Desktop-Lasergravierer herzustellen, für etwa sechzehn Cent pro Karte. Sie deckt die genauen Maschineneinstellungen ab, die Design-Arbeit und die nötige Sicherheitsausrüstung. Das Ergebnis ist eine Karte, die deutlich mehr auffällt als Papier es je könnte.
Metall-Visitenkarten, die du selbst graviert hast, für etwa sechzehn Cent pro Karte. Das ist das Projekt. Vorab eine Warnung: Dieser Beitrag lag fast zwei Jahre lang halbfertig in meinen Entwürfen — die Karten waren fertig, der Artikel nicht. Jetzt ist er es.
tl;dr
- Lasergravierte Visitenkarten aus schwarzem Aluminium auf einem xTool F1
- Rohlinge kosteten mich 7,99 $ für 50 Stück — etwa 0,16 $ pro Karte
- Du brauchst: den F1, eine Laserschutzbrille, Kartenrohlinge und xTool Creative Space (kostenlos)
- Die Gravur dauert etwa 2,5 Minuten pro Karte, sobald die Einstellungen passen
Es gibt hier auch etwas grundlegende Logo-Arbeit, damit deine Karte interessanter wird als Name und Telefonnummer in Arial.
Werkzeug
- xTool F1 — Desktop-Lasergravierer mit einem 10-Watt-Blaudiodenlaser und einem 2-Watt-Infrarotlaser
- Laserschutzbrille, ausgelegt für die Wellenlängen deiner Maschine — kein optionales Extra, siehe unten
Material
- Rohlinge für Visitenkarten aus schwarz eloxiertem Aluminium, 86 × 54 × 0,21 mm — 7,99 $ für ein 50er-Pack, also etwa 0,16 $ pro Stück

Software
- xTool Creative Space — kostenlos, und damit steuert man den F1
Sicherheitshinweis
Mein Lasergravierer ist, buchstäblich, das gefährlichste Werkzeug, das ich je benutzt habe. Er nutzt Licht, um Material zu zersetzen oder zu versengen. Ich habe schon Dinge in Brand gesetzt, vermutlich giftige Dämpfe erzeugt und mich fast erblinden lassen (ich habe eine Weile ernsthaft Flecken gesehen). Laser sind keine gewöhnlichen Werkzeuge — arbeite mit äußerster Vorsicht, und mach dir klar, dass du selbst für deine Sicherheit und dein Equipment verantwortlich bist. Bitte sieh dir vor dem Start das Sicherheitstraining für deine Maschine an.
Deine Karte gestalten
Fang mit dem Layout deiner Karte an. Für dieses Projekt habe ich zwei gemacht: eine schlichte Karte (weniger ist mehr) und eine aufwendigere mit Grafiken, um ein paar Techniken zum Aufpeppen zu zeigen.
Ich skizziere meine Ideen, bevor ich überhaupt eine Design-Software öffne — das zwingt einen dazu, herauszufinden, was man eigentlich macht. Hier die Konzeptzeichnungen:

Das ist die Karte, die ich tatsächlich verteilen würde. Die aufwendige Version legt den Text über ein Hintergrundbild und tauscht die Schriftart gegen eine technisch wirkende:

Der Hintergrund ist die Original-Zeichnung des Wright Flyer von 1903, von Wikimedia Commons. Die Rückseite der aufwendigen Karte bekommt einen Hai:

Der Hai ist Googles Hai-Emoji — Emojipedia zeigt die Varianten aller Anbieter, und hier ist das PNG direkt. Alles mit ordentlichem Kontrast graviert sich in Graustufen problemlos.
In die Lasersoftware einlesen
Importiere jedes Design als Bild in xTool Creative Space, skaliere es auf die Kartengröße (86 × 54 mm) und lass jeweils ein Design nach dem anderen laufen.
Der Trick bei diesen schwarzen Karten ist ein Zweilagen-Job, bei dem beide Lagen dasselbe Motiv sind: eine Blaulicht-Lage oben und eine IR-Lage darunter. Stelle die Verarbeitungsreihenfolge auf lagenweise, von oben nach unten, damit der Blaulicht-Durchgang beendet ist, bevor der IR-Durchgang beginnt.
Ehrlich gesagt: Ich habe die Einstellungen beim ersten Durchlauf dieser Karten nicht notiert. Notiert habe ich sie, als ich dieselben Rohlinge für das Man-Card-Projekt wiederverwendet habe — hier ist also, was auf diesem Material mit dem F1 funktioniert:
- Lage 1 — Blaulicht: Punktdauer 160, Leistung 30, DPI 280, 1 Durchgang, Bitmap-Modus Jarvis, bidirektionale Gravur
- Lage 2 — IR: Punktdauer 300, Leistung 85, DPI 350, 1 Durchgang, Bitmap-Modus Jarvis, bidirektionale Gravur
Rohlinge variieren zwischen Marken und Chargen, und die eloxierte Beschichtung erledigt hier einen großen Teil der Arbeit. Rahme den Job zuerst so, dass das Motiv sauber auf der Karte sitzt, und brenne dann einen Test auf einem Ersatzstück, bevor du dich an deinen ganzen Stapel wagst — bei sechzehn Cent pro Karte ist ein Opfer für die Einstellungsgötter billiges Lehrgeld.
Sobald es passt, dauert eine Karte etwa zweieinhalb Minuten zur Gravur. Der Man-Card-Beitrag behandelt dieselben Rohlinge noch ausführlicher (plus einen Walnussholz-Halter, um sie darin unterzubringen), wenn du die vollständigen Produktionszahlen willst.